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Christiane Zachen - Heilpraktikerin
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Aufstellung, wie geht das?

Während eines Wochenendseminars werden Aufstellungen in einer Gruppe abgehalten. In der Aufstellungsgruppe sitzen die Teilnehmer/innen im Kreis und nachdem sich alle vorgestellt und etwas kennen gelernt haben, besteht für Sie die Möglichkeit Ihr Problem bzw. Ihre persönliche Fragestellung in einem kurzen Vorgespräch mit mir zu erarbeiten und zu äußern. Hierbei werden auch wichtige Familiendaten erkundet. Siehe hierzu auch Kapitel: Wie können Sie sich auf Ihre Aufstellung vorbereiten?

Dann entscheide ich, ob Ihre Herkunfts- oder Ihre Gegenwartsfamilie aufgestellt wird. Die Herkunftsfamilie wird meist dann aufgestellt, wenn es um Schwierigkeiten geht, die Ihnen schon seit langer Zeit bekannt, oft lebenslang vertraut sind. Handelt es sich um neue oder situationsspezifische Fragen – Schwierigkeiten in der Partnerschaft oder mit Kindern, kommt auch die gegenwärtige Situation oder Gegenwartsfamilie zur Aufstellung in Betracht. 

Im nächsten Schritt suchen Sie aus der Gruppe Repräsentant/innen für Ihre Familienmitglieder aus, auch für Sie selbst. Nun stellen Sie sie in Relation zu einander in den Raum wie es Ihrem momentanen inneren Bild entspricht. Sie schauen erst einmal dem Geschehen zu und die Stellvertreter/innen spüren sich ein und erleben dann, dass sie Gefühle, Gedanken und manchmal sogar die physischen Symptome der Personen, die sie vertreten empfinden. 

Die Repräsentant/innen äußern sich unter meiner Anleitung und treten so in Austausch miteinander, mit dem Familiesystem und können für sich und in Folge für Sie als aufstellende Person vorteilhaftere Positionen im familiären System finden. Hierbei werden die Einzelnen durch meine Nachfragen hinsichtlich ihrer Befindlichkeit reflektiert und sanft geführt.  

Nachdem die Familie zu einer stärkenden neuen Ordnung in der Aufstellung gekommen ist, können Sie als aufstellende Person Ihre eigene Position einnehmen und sich auf diese Erfahrung, dieses neue Bild, diese harmonischere Ordnung einlassen und damit sich und die eigene Position im Familiensystem festigen. Häufig sind hier lösende Sätze notwendig, die der Neuorientierung und Akzeptanz in der Familie dienen.

Aufstellungen sind tiefe Erfahrungen. Dafür braucht die Seele Zeit. Es kann eine Weile dauern, bis es dem Menschen gelingt, seinen Familienmitgliedern aus dem Lösungsbild heraus zu begegnen. Bei anderen wieder kann sich das Heilende schnell und zügig vollziehen. Erfahrungsgemäß können tiefgreifende Veränderungen noch ein Jahr nach der Aufstellung eintreten.

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